Basketball Herren 2 mit perfekter Rückrunde

Landesligamannschaft feiert 63:50 Auswärtssieg beim TV Opfingen: Elf Spiele in der Rückrunde – elf Siege. Die Landesliga Basketballer des KIT SC besiegten auch im letzten Saisonspiel den TV Opfingen und bleiben in der Rückrunde somit ungeschlagen. Mit 17 Siegen und 5 Niederlagen schließen sie die Saison als Tabellenzweiter hinter dem PS Karlsruhe ab.

Der Konkurrent vom Karlsruher TV leistete Vorarbeit am Samstagabend. Mit 86-81 besiegten sie in einem umkämpften Spiel den BV Linkenheim – den letzten verbliebenen Gegner des KIT SC um den zweiten Tabellenplatz. Die Vizemeisterschaft stand also schon vor dem abschließenden Saisonspiel beim TV Opfingen fest. Die Mannschaft von Coach Michèle Delbé war trotzdem bis in die Haarspitzen motiviert die Saison mit einer perfekten Rückrunde zu krönen und auch die Mannschaft aus dem Freiburger Vorort zu besiegen. Das Hinspiel wurde in einem Herzschlagfinale knapp mit 74:76 verloren.

Auch für die Opfinger ging es noch um etwas, der dritte Tabellenplatz wäre mit einem Sieg möglich gewesen. Intensiv starteten beide Mannschaften in das Spiel. Während dem KIT SC offensiv in den ersten Minuten gar nichts gelang, zeigten sich die Gastgeber treffsicher. Nach zwei freien Dreiern in der Anfangsphase führte Opfingen früh mit 10-4. In den ersten Sieben Spielminuten blieben diese Vier Punkte die einzigen der Gäste, die deutliche Schwierigkeiten mit der gegnerischen Zonenverteidigung hatten. Nach der fälligen Auszeit kam der KIT SC näher heran, mit der Viertelsirene gelang Jim Garganese mit einem Dreier der Ausgleich (12-12). Den zweiten Spielabschnitt über hatte der KIT SC den Gegner defensiv jetzt gut unter Kontrolle. Nur Zehn Punkte wurden zugelassen. Offensiv fasste sich vor allem Kapitän Josef Svoboda ein Herz und punktete unter dem Korb zuverlässig.

 

In der zweiten Spielhälfte versuchten die Opfinger noch einmal näher heranzukommen und nutzten die ein oder andere Unkonzentriertheit in der Karlsruher Verteidigung geschickt aus. Oli Witt lief offensiv nun aber heiß. Elf Punkte im dritten Viertel, darunter zwei direkt hintereinander verwandelte Dreier zur 46:31 Führung in der 25. Spielminute, halfen den Gästen sich entscheidend abzusetzen. Der TV Opfingen versuchte im Schlussabschnitt noch einmal näher heranzukommen, stellte auf eine Mann-Mann Verteidigung um, und attackierte schon früh den Spielaufbau. Der Karlsruher Point Guard Nico Unger ließ sich davon aber nicht irritieren und streute seinerseits wichtige Punkte ein: „Am Anfang des Spieles hatten wir Probleme gegen die Zonenverteidigung zum Korb zu kommen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns darauf viel besser eingestellt und haben durch schnelle Ballbewegung einfache Layups kreiert“, so der Aufbauspieler nach dem Schlusspfiff. Das Gefühl, dass man das Spiel noch verlieren könnte, kam in der Schlussphase nicht mehr auf. Mit einer besseren Quote von der Linie hätte das Spiel noch viel deutlicher ausgehen können. Sieben von 23 erfolgreichen Freiwürfen waren die erbärmliche Ausbeute über das gesamte Spiel.

Bärenstarke Rückrunde führt zur Vizemeisterschaft

Einsatz und Wille waren es aber, die wie die gesamte Rückrunde, auch den 63-50 Erfolg zustande brachten. Die Hinrunde der Karlsruher war von einer langen Findungsphase geprägt. Mehr als 20 Spieler im Kader, die aufgrund des Semesterbeginns auch erst kurz vor oder während der Saison ins Mannschaftstraining einsteigen konnten, und einige Verletzungen wichtiger Spieler, führten zu fünf Niederlagen schon in der ersten Saisonhälfte. Besonders im Dezember war ein deutlicher Formeinbruch der Mannschaft spürbar. Dieser gipfelte in der Niederlage beim Tabellenvorletzten SG Eichenkreuz. Nach der Weihnachtspause setzte sich die Mannschaft ein ehrgeiziges Ziel: Platz drei und keine Niederlage in der Rückrunde sollten am Ende der Saison zu Buche stehen. Die Revanche gegen den SG EK glückte sofort im ersten Spiel nach der Pause und sollte den Auftakt zu der 11 Spiele währenden Siegesserie darstellen. Besonders in engen Spielen zeigte sich der KIT SC abgezockt, und gewann mehrere Partien erst im letzten Spielzug. Die besondere Stärke der Mannschaft zeigte sich darin, dass der entscheidende letzte Wurf immer von einem anderen Spieler genommen – und getroffen - wurde. Die Ausgeglichenheit des Kaders war so auch für den sonst so souverän auftretenden PS Karlsruhe zu viel, der gegen den KIT SC eine seiner nur drei Niederlagen in der ganzen Saison hinnehmen mussten. Bei dem 88-72 Heimsieg in der Sporthalle des KIT SC hatten sie keine Chance auf einen Sieg. Da sich die Verfolger gegenseitig Punkte nahmen konnte sich der KIT SC nach Platz sechs zum Jahreswechsel sogar noch auf Platz zwei im Endklassement verbessern.

Trainerin Michéle Delbé: „Diese Saison bedeutete für unser Team einen kleinen Umbruch: einige Spieler, die von Anfang an beim KIT SC dabei waren, werden zum Ende dieser Saison, mit Abschluss des Studiums, den Verein verlassen oder haben bereits während der Saison ihr letztes Spiel gemacht. Deswegen wollte ich schon mit dieser Saison beginnen neue, junge Spieler in das Team zu integrieren; das Potential ist am KIT auf jeden Fall vorhanden. Tobias Peters, Till Böckmann, Sebastian Röcken und Anselm Glade haben sich schon sehr gut im Team eingefunden und sich bereits in wenigen Minuten Spielzeit beweisen können. Zu diesem Umbruch sind wir in der letzten Saison als Vizemeister in eine sehr starke Landesliga aufgestiegen und so musste das Team zum ersten Mal erfahren (bisher nur 3 Niederlagen in 3 Vereinssaisons), dass die Möglichkeit besteht auch mal ein Spiel zu verlieren. Deswegen bin ich mit dem 2. Platz der Landesliga sehr zufrieden, der uns nun sogar zur Teilnahme an den Relegationsspielen zur Oberliga berechtigt. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die immer hoch motiviert gearbeitet hat und sich am Ende auch als verdienter Vizemeister durchgesetzt hat. Und das schöne ist: das Potential dieses Teams ist noch lange nicht ausgeschöpft und damit bleibt noch viel Luft nach oben.“

Kapitän Josef Svoboda: "Zu Beginn der Saison hatten wir als Mannschaft, aufgrund des spielerischen Potentials, die Erwartung, in der Liga oben mit zu spielen. Leider haben wir in der Hinrunde dann aber einige Spiele unnötig verloren - die Mannschaft hatte noch Zeit gebraucht um sich zu finden. In der Rückrunde haben sich dann die Erfahrungen aus der Hinrunde und das Einhalten der Prinzipien aus dem Training ausgezahlt. Wir haben als Mannschaft gut zusammen gespielt und konnten jedes Spiel für uns entscheiden. Nicht immer durch perfekten Basketball, aber immer durch den unbedingten Willen zu gewinnen. Dieser Siegeswille hat die Mannschaft mit einer perfekten Siegesserie durch die Rückrunde getragen."

Gegen den TV Opfingen spielten: Oli Witt (14 Punkte), Nicolas Unger (11), Marcel Konstantinov (11), Josef Svoboda (10), Jim Garganese (8), Robert Huber (4), Berk Özipek (2), Rick Mattmüller (2), Tobias Bergem (1), Sebastian Röcken

Mit der Vizemeisterschaft geht es nun für die 2. Mannschaft weiter in die Relegationsrunde zur Oberliga West gegen den Tabellenvorletzten der Oberliga aus Mannheim. Gespielt wird ein Hin- und Rückspiel, wobei das Heimspiel des KIT SC wahrscheinlich am Wochenende des 03./04.05. in Halle 1 des Sportinstituts ausgetragen wird.

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One Passion, One Club. KIT SC.