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KIT SC GEQUOS vergeben klare Führung

Die KIT SC GEQUOS haben gegen den SV 03 Tübingen II im Schlussviertel eine klare Führung aus der Hand gegeben. Trotz lautstarker Unterstützung von rund 600 Zuschauern mussten sie sich nach Verlängerung mit 81:93 (42:40, 80:80) geschlagen geben.

Vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit hatten die GEQUOS noch mit 74:65 geführt. Auch mit dem letzten Wurf hätten die Karlsruher den Sieg eintüten können. „Wir waren gegen starke Tübinger defensiv nicht konsequent genug und haben zu viele Offensivrebounds zugelassen. Das hat uns das Genick gebrochen“, sagt GEQUOS-Headcoach Jaivon Harris.

Dabei hatte die Partie aus Karlsruher Sicht noch richtig gut begonnen: Center Denis Vrsaljko bestimmte das Geschehen am Brett fast nach Belieben und sorgte quasi im Alleingang für eine frühe 12:3-Führung der Hausherren. 14 der ersten 21 GEQUOS-Zähler gehen auf das Konto des Center-Hünen. Vor allem in der Offensive fanden die Karlsruher schnell ihren Tritt und markierten in den ersten zehn Minuten starke 27 Punkte. Dennoch machte Tübingen bereits in dieser Phase klar, dass man gewillt war, dagegen zu halten. Insbesondere die starken Dreier-Schützen hielten die Gäste bis zum 27:18-Viertelstand im Spiel.

Im zweiten Viertel drehte Routinier Vildan Mitku für Tübingen auf – mit sieben Punkten in vier Minuten brachte er sein Team auf 27:30 heran. Immer wieder spielten die routinierten Gäste ihre Angriffe geduldig aus und hatten mit Ablauf der Wurfuhr die Ruhe, um ihre freien Würfe auch zu verwandeln. Die GEQUOS hingegen verloren offensiv vollkommen ihren Rhythmus. Nach sieben Minuten im zweiten Abschnitt stand lediglich ein erfolgreicher Dreier von Fabian Ristau auf dem Bogen. Kurz vor der Halbzeitpause übernahm Luka Drezga für die Karlsruher das Ruder und stellte mit zwei Dreiern den 42:40-Pausenstand her.

Wenig Veränderung dann im dritten Viertel. Immer wieder spielten sich die GEQUOS einen kleinen Vorsprung heraus, immer wieder fand Tübingen auch die richtige Antwort – oft mit nur noch wenig Zeit auf der Uhr von der Dreierlinie. Einen Zwischenspurt drei Minuten vor Viertelende durch Drezga, einen starken Dreier von Benedict Seebode, Elnis Prasovic und Franjo Bubalo konterte Tübingen durch den befreit aufspielenden Nachwuchsmann Tim-Joel Deschner und Routinier Max Kochendörfer. So ging es mit einem knappen 64:58 ins letzte Viertel.

Und da sah es zunächst danach aus, als würden die GEQUOS das Geschehen weitgehend kontrollieren. Richtig in den Griff bekamen sie die Tübinger Offensive aber zu keinem Zeitpunkt. Bis zur Mitte des Viertel bauten die Hausherren ihren Vorsprung vor allem dank Drezga bis auf 73:62 aus. Nach einem Dreier von Mitku und einem Freiwurf von Drezga zum 74:65 begannen die letzten vier Minuten – und da fehlte den GEQUOS plötzlich die in dieser Phase so wichtige Aggressivität in der Verteidigung. Die Gastgeber machten im eigenen Angriff Fehler und ließen ihren Tübinger Gegenspielern auf der anderen Seite zu viel Platz. Die nahmen dankend an, punkteten durch Rouven Hänig, Deschner, Mitku und einen Dreier von Pirmin Unger.
Zwei Minuten vor Ende stand es plötzlich nur noch 76:76. Doch jetzt hatten die GEQUOS die richtige Antwort parat: Vrsaljko mit einem Korbleger und Prasovic mit einem krachenden Dunking nach Ballgewinn von Bubalo rissen die 600 Zuschauer von ihren Sitzen. Zweimal Hänig zum 80:80 sorgte allerdings für ein wenig Ernüchterung. Im letzten Angriff verpasste Bubalo die Chance, die Partie noch in der regulären Spielzeit für die GEQUOS zu entscheiden.
Die Geschichte der Verlängerung ist aus Karlsruher Sicht leider schnell erzählt. Gleich drei Mal verpasste Prasovic für die GEQUOS die Gelegenheit zu einfachen Punkten. Auf der Gegenseite spielten euphorisierte Tübinger wie entfesselt auf, trafen nahezu jeden Wurf und führen zwei Minuten vor Schluss mit 87:80. In der Offensive fanden die Karlsruher nun gar kein Rezept mehr, erzielten in der Verlängerung lediglich einen Punkt von der Freiwurflinie und mussten sich mit 81:93 geschlagen geben.

„Natürlich kann man nach einer Niederlage nie zufrieden sein. Aber wir haben in Teilen gar nicht schlecht gespielt“, sagt GEQUOS-Headcoach Harris. „Wir müssen weiter hart an unseren Schwächen arbeiten. Das werden wir in dieser Woche auf jeden Fall tun.“
Weiter geht’s für die Karlsruher am kommenden Samstag um 16.30 Uhr beim USC Heidelberg II, eine Woche später gastiert um 19.30 Uhr die Reserve des TSV Crailsheim in Halle 1 des Sportinstituts am KIT.

Punkte GEQUOS: Drezga 26, Vrsaljko 18, Bubalo 15, Prasovic 12, Seebode 5, Ristau 3, Rüeck 2

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