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Mit großen Schritten in Richtung Klassenerhalt

Es war ein spannender Sonntagnachmittag in der Oberliga. Die Überflieger vom Bodensee aus Radolfzell waren zu Gast bei den abstiegsbedrohten Karlsruhern und wollten ihr Matchball-Spiel zur vorzeitigen Meisterschaft nutzen. Gleichzeitig fand weiter südlich das Kellerduell zwischen Schwenningen und den Heidelbergern vom HTV/USC 1, die zurzeit auf den Abstiegsplätzen stehen, statt. Beide Mannschaften hätten bei einem Sieg noch am KIT SC vorbeiziehen und die Fächerstädter zurück auf einen Abstiegsrang befördern können.

Die UnterseeVolleys aus Radolfzell zeigten großen Respekt in ihrer Vorankündigung für das Spiel in Karlsruhe beim KIT SC. Von einer Mannschaft, die sich spielerisch zum Ende der Saison gefunden hat und die ihrer aktuellen Tabellenplatzierung nicht gerecht werde, war die Rede. Man hatte offensichtlich auch Hochachtung vor der (Bundesliga-)Erfahrung von KIT SC Coach Alexander Sartisson. Trotzdem mussten die Karlsruher Jungs alles geben um der starken Truppe aus Südbaden auch nur einen einzigen Punkt abzunehmen. Das war das Ziel vor dem Spiel!

Beim Einspielen offenbarten die Gäste dann schon kleine Schwächen. Nicht in Vollbesetzung angereist und ohne Libero auf dem Feld hatte man seine eigenen Vorsätze, den Gegner nicht zu unterschätzen, vielleicht schon wieder vergessen. Die Hausherren rochen ihre Chance heute hier ihre Punkte für den Klassenerhalt erkämpfen zu können. Coach Sartisson meinte dazu trocken: „Nun, mir juckt die Nase. Das riecht nach Punkten heute!“
Das Spiel verlief insgesamt auf gutem Niveau und auf Augenhöhe. Die Karlsruher gaben keinen Ball kampflos auf und so zeigte die Punktetafel häufig einen ausgeglichenen Punktestand. Die Radolfzeller machten zudem auch viele Fehler, insbesondere im Aufschlag, die die Hausherren dankbar einsteckten. In der Annahme der Karlsruher machte Außenangreifer Moritz Moser ein sehr gutes Spiel und Zuspieler Dominik Nees hatte anschließend alle Optionen seine Angreifer in Szene zu setzen. Die Gastgeber wurden zu frühen Auszeiten gezwungen (7:4 und 15:13) und fanden offensichtlich nicht in ihr Spiel. Die Gastgeber hingegen kamen nun richtig in Fahrt und witterten ihren ersten Satzgewinn. Beim Stand von 23:23 musste dann Alexander Sartisson seine Schützlinge nochmal beruhigen. Zum 25:23 verwandelte dann Mittelblocker Norman Neupert den Satzball zur 1:0 Satzführung.
Diese letzte Punktentscheidung des ersten Satzes brachte die Gastmannschaft so auf die Palme, dass nach einer Verwarnung (gelbe Karte) auch noch Bestrafung (rote Karte) für den Trainer in der Satzpause folgte. Der KIT SC durfte also mit 1:0 Punkten den zweiten Satz beginnen. Auch hier wieder das gleiche Bild: Die Radolfzeller fanden kein Mittel gegen den starken Block in Kombination mit der sicheren Abwehr der Gastgeber um Abwehrchef Stephan Münch. In einem spannenden Side-Out Spiel wechselte der Aufschlag schnell die Seiten. Nach einer kleinen Führung der Gäste (10:13) folgte eine kleine Führung der Karlsruher (19:17) und schließlich traf man sich bei 23:23 zum Ausgleich wieder. Nach Aufschlägen von Außenspieler Steffen Schröder konnten die entscheidenden zwei Punkte der KIT SC für sich entscheiden (25:23) und die Führung mit 2:0 ausbauen.
Im dritten Satz rannten die Hausherren dann bis zur Mitte des Satzes einer leichten Führung der Gäste hinterher. Erst die Flatteraufschläge von Mittelmann Jens Hansen brachte die Wende auf der Anzeigetafel und die KIT SCler waren wieder im Geschäft. Dominik Nees konnte dann mit seinen Aufschlägen die Vorentscheidung (23:17) anführen. Nun folgte aber eine einzige kleine Schwächephase der Campusvolleyballer: Die letzten beiden Punkte wollten einfach nicht so schnell gelingen, wie die ersten 23. Die Gastgeber rissen sich nochmal zusammen und kratzen alle Angriffe und abgewehrten Blocks der KIT SCler aus ihrem Feld. Auch hier half Trainer Sartisson seiner Mannschaft mit einer Auszeit (23:20) und brachte Ruhe in die Abwehrreihen. Mit viel Spannung und großem Kampfgeist ging auch dieser Satz mit 25:23 an den KIT SC.

Der Sieg gegen den Ligaprimus als letzter großer Schritt zum Klassenerhalt

Drei Sätze mit 25:23, das zeugt von einem Spiel auf Augenhöhe. Letztendlich haben die KIT SCler nur sechs Punkte im ganzen Spiel mehr gemacht, als der Gegner, oder eben, sechs Fehler weniger! „Im Volleyball kann alles passieren“, schrieben die UnterseeVolleys in ihren Vorbericht und dieses Credo erfüllten die KIT SCler gerecht. Mit viel Siegeswillen und ohne Angst konnten sie den großen Favoriten drei Punkte abnehmen. Den richtigen Riecher hatte Coach Sartisson an diesem Tag auf jeden Fall. Taktisch überraschte er mit der Einwechselung des planmäßigen Mittelblockers Ralph Ivancevic für den Zuspieler nicht nur die Gegner. Währenddessen teilten sich die beiden Kontrahenten im Kellerduell sogar noch die Punkte: Heidelberg 1 gewinnt im Tie-Break gegen Schwenningen. Das spielt dem KIT SC im Abstiegskampf ordentlich in die Karten: Auf dem (scheinbar sicheren) achten Platz haben die Karlsruher nun drei Punkte Vorsprung vor den Heidelbergern. Schwenningen hat keine Chance mehr auf den Verbleib in der Oberliga.

Am nächsten Samstag (21.03.) steht der letzte Spieltag für die Oberliga an. Dann trifft der KIT SC auswärts auf den TV Kappelrodeck. Im Nachholspiel vor einigen Wochen musste man sich 0:3 geschlagen geben. Aber wie nicht nur die Radolfzeller feststellen mussten: „Die letzten Ergebnisse der Nordbadener zeigen, dass sie sich am Ende der Saison spielerisch finden konnten“. (J.H.)

Für den KIT SC spielten

Zuspieler: Dominik Nees
Außenangriff: Moritz Moser, Steffen Schröder, Roland Fries
Mittelangriff: Jens Hansen, Julian Finkbeiner, Norman Neupert, Ralph Ivancevic, Alexander Schenzel
Diagonal: Philipp Kautzmann, Simon Winter
Libero: Stephan Münch
Trainer: Alexander Sartisson

Nachtrag: Breisach/Gündlingen - KIT SC

Nicht verschwiegen wird natürlich auch der Auftritt gegen Breisach/Gündlingen, im Gegenteil, auch hier präsentierte sich die Mannschaft in toller Verfassung und holte einen weiteren Punkt.
Am Samstag, den 07.03.2015 stand für die Herren der KIT SC Volleyballabteilung die Reise in den Breisgau an. Hier wurde man vom Tabellenzweiten, der SG Breisach/Gündlingen, erwartet welche in den vorigen zwei Spielen starke Leistungen gegen die Mitbewerber um die Vizemeisterschaft gezeigt hatte. So ergab sich hier eine anspruchsvolle Aufgabe, der die Karlsruher Jungs höchst motiviert gegenüber treten wollten.

Im ersten Satz wurde dann auch entsprechend schlagkräftig begonnen. Man begegnete sich respektvoll auf Augenhöhe und keine der beiden Mannschaften konnte sich zu Beginn absetzen. Es wurde leidenschaftlich um jeden Ball gekämpft und dem Gegner wurde keine Chance ermöglicht davonzuziehen. Erst gegen Ende des ersten Satzes beim Stand von 21:19 zeigte sich eine Schwächephase der KIT SCler und der Satz ging mit 25:22 an die Gastgeber.
Nun war Kopf frei bekommen angesagt um wieder konzentriert in den zweiten Satz zu starten. Anfangs klappte dies auch gut, jedoch spielten die Gastgeber ab Mitte des Satzes so stark auf, dass den Karlsruhern keine Chancen mehr blieben und auch der Satz abgegeben werden musste: mit 25:17.
Nun galt: Alles oder Nichts, für den Abstiegskampf war wenigstens ein Punkt dringend nötig. Doch auch im dritten Satz setzten die Breisgauer ihr starkes Spiel von Beginn an fort. Den Fächerstädtern drohte eine klare 3:0 Niederlage, denn es stand zwischenzeitlich schon 18:11. Mit diesem Punktepolster waren sich die Gastgeber des Satzgewinns unberechtigter Weise zu sicher. Doch sie haben die Rechnung auch ohne den Kampfgeist der KIT SC Jungs gemacht und ließen sich nun zu Fehlern hinreißen. Dominik Nees schritt zum Aufschlag und setzte den Gegner mit schönen Sprungaufschlägen gehörig unter Druck. Erst beim neunten seiner Aufschläge schafften sie die Befreiung und holten sich den Aufschlag zurück. Doch nun stand es 19:19 und der Satz war wieder offen.
Diesen verloren schon geglaubten Satz wollte sich das Karlsruher Team um Coach Sartisson aber keines Falls mehr nehmen lassen und es begann eine höchst spannende Endphase. Es wurde Punkt für Punkt gespielt und auf beiden Seiten kein Ball verschenkt. Die Marke von 25 Punkten wurde nun durch ständig wechselnden Punkt und Aufschlag überschritten. Spannung pur, nur ein einziger Fehler könnte nun das Spiel entscheiden. Doch die KIT SCler blieben stark. Die Erlösung kam erst beim 28:30 nach 35 Minuten Spielzeit durch einen schönen Punkt der Karlsruher. Das Spiel sollte also weiter gehen (2:1).
Überrascht von der Leidenschaft KIT SC Jungs schien Breisach nun zu taumeln. Im vierten Satz liefen sie nun einer Führung des KIT SC hinterher und machten deutlich mehr Fehler als zuvor. „Blockmonster“ (Respektvolle Bezeichnung vom Gegner) Norman Neupert (Mittelblock) tat allerdings auch viel dazu und brachte nahezu jeden Angriff der Gegner direkt auf deren eigenen Boden zurück, was den Breisgauern keine Chance ließ ihr Spiel aufzuziehen.
Zwischenzeitlich führten die KIT SCler mit 19:11 was ein deutliches Zeichen in Richtung Klassenerhalt sein sollte. Denn diesen Punkt für die Tabelle wollte man jetzt definitiv nicht mehr herschenken. Ambitioniert wurde der Satz dann auch mit 16:25 besiegelt und die kleine Sensation war perfekt: ein Tabellen-Punkt beim Tabellen-Zweiten war amtlich.
Im fünften Satz schienen dann die Kräfte zu schwinden und das Spiel der Karlsruher lief schleppend. Breisach schien wieder aufgewacht zu sein um die ausstehende Heimniederliga abzuwenden. Diese entschieden das Spiel und den fünften Satz mit 15:7 deutlich für sich.

Für den KIT SC spielten

Zuspiel: Dominik Nees, Christian Karlewski
Außen: Moritz Moser, Steffen Schröder, Benjamin Grübel, Roland Fries
Mitte: Norman Neupert, Julian Finkbeiner
Diagonal: Simon Winter, Philipp Kautzmann 
Libero: Stephan Münch

Trainer: Alexander Sartisson

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