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SSC gewinnt Oberligaderby gegen den KIT SC

Es war wieder Derbyzeit in Karlsruhe. In der Waldstadt spielten die KIT SC Volleyballer am vergangenen Samstag beim SSC Karlsruhe. Trotz einer ansprechenden Leistung konnte der KIT SC allerdings nichts zählbares mitnehmen. Der erfahrene Oberligist gewann vor allem auch aufgrund seiner individuellen Qualität.

Die KIT SCler begannen mit einer Umstellung auf der Mittelposition: Julian Finkbeiner begann für den verletzten Norman Neupert. Wieder genesen ist hingegen Simon Winter auf die Diagonalposition zurückgekehrt und zeigte im Angriff und im Block eine starke Leistung. Im ersten Satz konnte man auch mit einer leichten Führung nach starken Aufschlägen von Zuspieler Dominik Nees starten und setzte so das erste Ausrufezeichen bei dem Lokalrivalen aus der Fächerstadt. Mit so viel Gegenwehr hatten sie offensichtlich nicht gerechnet. Der KIT SC schenkte auch im Verlauf des Satzes kaum Punkte her und kämpfte motiviert um jeden Ball. Die SSCler versuchten den Doppelblock der Campusvolleyballer mit gut platzierten Lobs zu umspielen und brachten so die Abwehr der Gäste in Schwierigkeiten. Auf die Zielgeraden des Satzes bogen die Jungs vom KIT SC mit einer vermeintlich stabilen Führung von 19:14 ein, ehe der Gastgeber seinen Achter auf der Außenposition brachte. Dieser Wechsel hatte es in sich und er konnte unter anderem mit einer Aufschlagserie auf 21:22 verkürzen – die KIT SCler konnten keine stabile Annahme mehr vorbringen und der Punktevorsprung schmolz schneller als ein Eis in der Sauna. Auch die Auszeiten von Trainer Alexander Sartisson brachten keine Ruhe ins Team zurück und der erste Satz ging mit 22:25 an den Gastgeber.

„Diesen Satz habt ihr nur durch fehlende Erfahrung verloren“, versuchte Sartisson anschließend seine Mannschaft wieder aufzumuntern. Spielerisch war der KIT SC durchaus in der Lage den SSClern hier die Butter vom Brot zu nehmen. Mental fehlte diese Stärke leider in allen drei Sätzen. Wie schon im ersten Ligaspiel gegen die TSG Blankenloch konnte man die satzentscheidenden Punkte nicht machen und lud den Gegner ein, den Satz zu seinen Gunsten zu drehen. Der zweite Satz war ein Spiegelbild des ersten. Eine leichte Führung stand für den KIT SC bis zur Mitte des Satzes (11:13) auf der Anzeigetafel, die mit tollem Angriffsspiel und kämpferischer Abwehrleistung erspielt wurde. Dann kam wieder der „Achter“ des SSC zum Aufschlag und wieder fand man kein Mittel gegen die lange Serie. Auch zwei Auszeiten vom Trainergespann Sartisson und Skrenkovic halfen nicht. Führung verspielt (20:15) und Satzende bei 25:21.

Trotz guter Leistung kein Punktgewinn möglich

Im dritten Satz kämpfte man dann gegen warmgewordene Hausherren an. Der Zwischenstand von 15:15 bewies ein gutes Side-Out Spiel auf beiden Seiten. Gegen Ende mussten die Campussportler dann einem 16:20 Rückstand hinterher laufen. Leider ist hier der Turbo etwas zu spät gezündet worden. Mit 25:22 verabschiedete man sich aus der Waldstadt.

Enttäuschend für die Gäste war nur das Ergebnis: Mit einer starken spielerischen Leistung und wenigen leichtsinnigen Fehlern hatte man dem Publikum eigentlich guten Oberligavolleyball gezeigt. Schade, dass man damit keine Punkte für die Tabelle holen konnte. Die Revanche ist aber in der Rückrunde auf dem Campus möglich und die wird sicherlich genutzt werden. 

Die kommenden Spieltage werden nun sehr schwer für den Aufsteiger aus Karlsruhe, der zurzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz liegt. Die aktuellen ersten drei Mannschaften der Tabelle stehen auf dem Spielplan: VSG Mannheim DJK/MVC 1, aktuell ungeschlagen und mit sehr starker Leistung gegen den Ligafavoriten aus Radolfzell. Anschließend die Spielgemeinschaft aus Breisach-Gründlingen und eben die Unterseevolleys vom Bodensee. Für Trainer Sartisson zählt hier vor allem eins: „Ich will von jedem einzelnen und dem gesamten Team sowohl im Training als auch an den Spieltagen vollen Einsatz und Kampf bis zum letzten Punkt sehen!“ Und wer den KIT SC im Vorraus schon unterschätzt, der wird es doppelt schwer haben „leichte“ Punkte einzufahren.
(J.H)

Für den KIT SC spielten

Zuspieler: Dominik Nees, Christian Karlewski
Außenangriff: Moritz Moser, Benjamin Grübel, Steffen Schröder, Roland Fries
Mittelangriff: Jens Hansen, Julian Finkbeiner, Johannes Berthold, Norman Neupert, Alexander Schenzel
Diagonal: Philipp Kautzmann, Simon Winter
Libero: Stephan Münch
Trainer:  Alexander Sartisson, Ana Skrenkovic

 

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One Passion, One Club. KIT SC.