Fußballabteilung verabschiedet seine beiden Head-Coaches

Time 2 say goodbye

 

Die Weichen für die nächste Saison werden Stück für Stück gestellt. Dazu gehört es auch Abgänge in Führungspositionen zu verkraften und verdiente Trainer zu verabschieden. Diesmal muss die KIT SC Fußballabteilung seine beiden Chef-Trainern der Damen- und Herren-Mannschaft, Carolin Braun und Sebastian Hartmann ziehen lassen.

Nachdem Sebastian „Hardie“ Hartmann die vergangenen zwei Jahre als Spielertrainer beim KIT SC sehr gute Arbeit geleistet hat, tritt er in seiner Funktion als Trainer zur neuen Saison ab. Keine leichte Entscheidung für den Mittelfeldspieler: „Ich konnte in den letzten Wochen und Monaten dem Klub aus Zeitgründen einfach nicht mehr das geben, was er gebraucht hätte“, stellte ein nun sichtlich erleichterter Hardie fest. Dieser Schritt war bereits zu Beginn der Rückrunde vernehmbar – Co-Trainer, Daniel Eisemann, übernahm immer mehr Aufgaben des zeitlich überlasten Cheftrainers Hartmann. Eisemann wird, so viel sei schon mal gesagt, den Chef-Trainerposten übernehmen. Ob Hartmann dem KIT SC weiterhin in der kommenden Saison als Spieler noch zur Verfügung stehen wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Wir wünschen unserem Hardie jedenfalls das Beste auf seinem weiteren privaten wie auch sportlichen Weg.

 

Bei den Damen verlässt Carolin Braun, die die Rückrunde als Interimscoach zusammen mit Maike Nauert übernahm, die Grün-Weißen. In der Winterpause der Saison 2016/2017 übernahm Carolin Braun, liebevoll auch „Doktor Brown“ genannt, kurzfristig die KIT SC Frauenmannschaft. Derzeit befanden sich die Frauen auf einem sehr guten zweiten Tabellenplatz. Als Mitbegründerin der Mannschaft im Jahr 2013 war Caro bereits für viele Spielerinnen ein bekanntes Gesicht. Doch auch die Anderen sollten sie schnell kennenlernen. Der folgende etwas „andere“ Bericht aus der Damenmannschaft versucht einen Eindruck von unserer Caro zu vermitteln:

Sprüche wie „Oh nein es sind zwei Spielerinnen mehr im Training als angekündigt, das bringt meinen ganzen Plan durcheinander“ oder „An den Hütchen wird nicht geparkt, das sind Gegenspieler“ zeigen, dass das Training stets organisiert und durchgeplant war. Mit ihrer guten Laune und ihrem Hang zur überschwänglichen Gestikulation versuchte sie, ihre Leidenschaft zum Fußball auf die Spielerinnen zu übertragen. Dabei hatten schlechte Laune und Tagträumereien in der Mannschaft keinen Platz und wurden oftmals mit Ausrufen wie „Was ist denn heute los mit euch? Denkt daran, Fußball soll Spaß machen!“ kommentiert. Dieser beschreibt zudem ziemlich gut ihre Ziele für die KIT SC Frauen: Kreativität im Spielaufbau, Freude und Leidenschaft in jeder Situation- dann kann das Spiel auch gelingen. Kreativität und Flexibilität im Spielaufbau oder auch „im Kopf ein bisschen schneller werden“ versuchte Caro fortwährend durch wenige Vorgaben und mit vielen individuellen Entscheidungsmöglichkeiten bei verschiedensten Übungen im Training zu schulen. Nicht selten endete die Übung im Chaos und Caro war am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Die Spielerinnen lernten mit der Zeit zu improvisieren, um Sätze wie „Hä, wo muss ich denn hinlaufen“, „Da steht keine Anspielstation!“ oder „Wo genau soll ich den Ball jetzt hinspielen?“ bestmöglich zu vermeiden um Caros Nerven zu schonen und dem Ziel näher zu kommen. Das Motto im Training sowie auch im Spiel lautete deshalb stets: Nicht so schlimm wenn etwas schief geht, einfach weitermachen und gegenseitig helfen!

„Dass man mit so einem Chaoshaufen zweiter werden kann, hätte ich auch nie gedacht! Das ist klasse!“ (Dr. Brown, 2017)

Konnten die Spielerinnen Caros Ansprüchen in fußballerischer oder mentaler Sicht nicht nachkommen, verzettelte sie sich in eine Ansprache, die nicht selten länger ausfiel, einmal sogar länger als die Halbzeitpause. Schiedsrichter und Gegner mussten einfach warten. Auch auf sozialer Ebene brachte Caro Schwung in die Mannschaft. Sie schickte uns zum gemeinsamen Feiern. Gesellige Grillabende und Kabinenpartys erlebten wir zusammen in diesem halben Jahr.

Nicht nur neben dem Platz sorgte sie durch ausführliche taktische Anweisungen zu einer qualitativen und mentalen Verbesserung des Spiels. In Zeiten mit Spielerinnenmangel war sie sich nicht zu schade, selbst die Lederschuhe und die völlig veralteten Schienbeinschoner mit zum Spiel zu bringen und das KIT SC Logo stolz auf dem Platz zu tragen. Für die Ansprüche der Kopfballkönigin und Stellungsspielexpertin Caro waren zwei Tore bei fünf Einsätzen eigentlich viel zu wenig, was ihren unermüdlichen Ehrgeiz im Fußball bezeugt.

Liebe Caro,

wir danken dir für alles, was du für uns getan hast als Trainerin, Motivator, Spielerin, Mentorin, Kabinenrednerin, Freundin und Mensch. Du hast uns in der kurzen Zeit sehr inspiriert und weitergebracht. Mit gutem Training und viel Spaß konnten wir gemeinsam als Team wachsen und eine starke Rückrunde spielen. Du hast jederzeit einen Platz in unserem Team.

 

Bericht: Seweryn Sadowski & Barbara Wurster

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