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Volleyballer entscheiden Stadtderby für sich

Den dritten Sieg in der Rückrunde erspielten sich die Volleyballer des KIT SC als Gäste in der Waldstadt beim SSC Karlsruhe II am vergangenen Wochenende. In einem langen und hart erkämpften Fünf-Satz-Krimi setzten sich die Campusvolleyballer nach 2:11 Std. erfolgreich durch und bleiben in der Rückrunde damit noch ungeschlagen.

Beim Tabellendritten aus der Waldstadt wollten die Jungs vom KIT SC ihre gute Form der letzten Wochen bestätigen und den Sieg aus dem Hinspiel (3:2) wiederholen. Ohne Trainer Sartisson hielt Karlewski diesmal die Truppe zusammen und stimmte die Startsechs auf einen harten Kampf ein. Als taktisches Schmankerl setzte Karlewski auf einen Doppelwechsel in der Anfangsphase des Satzes (6:3), bei dem er auch selbst als Zuspieler beteiligt war. Zusammen mit Diagonalspieler Kautzmann mussten sie im ersten Satz allerdings die SSCler vorbeiziehen lassen und übergaben wieder an Nees/Winter (9:11). Zuspieler Nees schlug auch gleich beim Aufschlag zu und brachte die Annahmereihen des SSC ins Schwimmen. Der Satz war lange ausgeglichen (15:17) bis Diagonalmann Winter den Aufschlag übernahm. Gleich acht Aufschläge konnten die Gastgeber nicht zu eigenen Punkten verwandeln und bescherten dem KIT SC die Vorentscheidung und letztlich die 0:1 Führung in diesem Satz (22:25).

Unverändert ging es auf beiden Seiten in den zweiten Satz. Ein Spiel auf Augenhöhe und mit starken Angriff- und Abwehraktionen fand bis zur Mitte des Satzes keinen Favoriten für einen schnellen Satzgewinn (14:13). Dann schwächelte kurz die Annahme der KIT SCler und die eigenen Aufschläge waren zu harmlos für die Gastgeber. Der Satz ging mit 25:18 an den SSC.
Für den angeschlagenen Schröder gab nun Moser sein Comeback für den KIT SC. Nach langer Pause und Volleyballabstinenz fühlte er sich gleich wieder heimisch auf der Außenposition und stabilisierte Annahme und Angriff gleichermaßen. Ein umkämpfter Satz mit sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten begeisterte das Publikum und ließ kein Trikot der Spieler trocken. Bis zum Stand von 19:19 vermochte niemand einen Sieger für diesen Satz zu prophezeien, doch dann nahm erneut Nees mit guten Sprungangaben Maß und führte die Gäste auf die Siegerstraße (21:23). Vier Spielzüge später konnte der KIT SC seinen ersten Tabellenpunkt sichern und mit 1:2 nach Sätzen in Führung gehen (23:25).

Entscheidung im Tie-Break

Der vierte Satz war eine weitere Steigerung zu dem schon spannenden Dritten. Die SSCler gaben sich nicht auf und der KIT SC hatte nun Lunte gerochen drei Punkte aus dem Nordosten Karlsruhes zu entführen. Der Doppelwechsel mit Karlewski/Kautzmann schlug voll ein und drehte den leichten Rückstand (5:7) zu einer Führung für die Unisportler (11:13). Erneut sorgte Nees für den Ausbau und zwang den bundesligaerfahrenen SSC-Coach Ronconi zur frühen zweiten Auszeit (11:16). Der kleine Zwischenspurt ließ die KIT SCler schon an das Ende des Spiels denken (17:22), führte dann aber zum Einbruch der Konzentration und gab den Gastgebern wieder Aufwind. Das Ende dieses Satzes war so aufreibend das KIT SC-Ersatzcoach Karlewski, ähnlich wie sein Gegenüber im ersten Satz, gerne eine dritte Auszeit genommen hätte. Die Schiedsrichter verwehrten beiden ihre nett gemeinten aber regelwidrigen Anträge und der KIT SC musste sich im engen Satzfinale mit Überlänge geschlagen geben (27:29).
Die Entscheidung fiel im Tie-Break und auch erst nach dem Seitenwechsel (8:7). Neupert brachte die KIT SCler mit seinen Satzeröffnungen erstmals in Führung (10:9) und vorne am Netz sorgte Hansen in der Mitte für Block- und Angriffspunkte. Er war es auch, der den entscheidenden 15ten Punkt per Lob für den KIT SC machte und das Derby beendete (13:15). Gegen den SSC II hatte der KIT SC noch kein Pflichtspiel verloren.

In der Tabelle gibt es derweil eine beachtenswerte Situation. Die ersten fünf Mannschaften trennen nur drei Punkte, wobei Heidelberg mit 25 Punkten das Feld anführt. Die darauf folgenden vier Mannschaften haben alle 22 Punkte auf dem Konto und jeweils ein Spiel weniger als der Führende. Der KIT SC steht weiterhin auf Platz sechs und damit tabellentechnisch im Niemandsland, versucht mit 16 Punkten den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht zu verlieren, hat aber auch ein gutes Polster zum Tabellenkeller, der mit acht Punkten von Mannheim angeführt wird. Positiv wirkt sich sicher auch das noch immer fehlende Nachholspiel zwischen dem KIT SC und den, mitten im Abstiegskampf befindlichen, Eberbachern aus. Das diese Punkte aber erst noch hart erspielt werden müssen wissen die Jungs aus Karlsruhe ganz genau: Im letzten Jahr war man in einer ähnlichen Situation und erkämpfte sich dann in der Rückrunde sogar gegen den Tabellenführer Punkte um schließlich den sicheren Abstieg abzuwenden.
Nun haben die KIT SCler erstmal drei Wochen Zeit im Training weitere Überraschungen für den aktuellen Tabellenführer zu erarbeiten. Im Hinspiel in eigener Halle musste man mit einer knappen 3:2 Niederlage die Heidelberger ziehen lassen. Das Rückspiel soll erfolgreicher sein. (J.H.)

Für den KIT SC spielten

Zuspiel: Dominik Nees - Christian Karlewski
Außenangriff: Steffen Schröder - Benjamin Grübel - Moritz Moser
Mittelangriff: Jens Hansen - Norman Neupert - Alexander Schenzel
Diagonal: Simon Winter - Philip Kautzmann
Libero: Stephan Münch
Trainer: Christian Karlewski - Alexander Sartisson

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One Passion, One Club. KIT SC.