Fußball Damen müssen sich im Spitzenduell geschlagen geben

Eine bittere Heimniederlagen musste die Damenmannschaft des KIT SC am Sonntag Nachmittag gegen den Verfolger aus Viernheim einstecken. In einem äußerst kämpferischen Spiel auf Augenhöhe und hohem fußballerischem Niveau unterlag der KIT SC dem Team aus Viernheim mit 0:2 und musste somit die Tabellenspitze, sowie die Herbstmeisterschaft an die glücklichen Sieger abgeben.

Schon vor Spielbeginn war zu spüren, welche immense Bedeutung das bevorstehende Spiel für beide Teams hatte. Hochkonzentriert und fokussiert gingen die Spielerinnen unter den Augen vieler Zuschauer aufs Feld, die sich trotz niedriger Temperaturen und ungemütlichen Regenwetters die Partie nicht entgehen lassen wollten. Geleitet wurde das Spiel von Schiedsrichter Sven Lehmann, dessen wachsamen Augen kaum etwas entging, und der übertriebene Härte sowie Unsportlichkeit konsequent ahndete. In der ersten Halbzeit wurde den Zuschauern ein interessantes Spiel geboten, in dem sich die Mannschaften nichts schenkten, und effizient und konzentriert verteidigten. Demzufolge ergaben sich nur wenige gute Torchancen auf beiden Seiten, die jedoch allesamt nicht verwandelt wurden. Beide Teams taten sich im Spielaufbau schwer, und hatten Mühe, gegen den guten Gegner Torchancen zu erarbeiten. Während der KIT SC wie immer bei Standards gefährlich war, gelang es den Gästen immer wieder, steile und gefährliche Bälle in die Tiefe zu spielen, die jedoch zumeist von den Innenverteidigerinnen Jenny Betz und Luisa Lechleiter im Vollsprint abgelaufen werden konnten. Somit ging es torlos in die Pause.

Ein grundsätzlich ähnliches Bild zeigte sich den Zuschauern auch im zweiten Durchgang der Partie, wobei sich das Team aus Viernheim ein leichtes spielerisches Übergewicht erarbeiten konnte. Trotz einiger heikler Situationen ergab sich jedoch zunächst nur einmal Grund zum Jubeln für die Gäste, als Laura Schell in der 47. Spielminute den Ball ins Netz beförderte. Trotz dieses bitteren Rückschlags gaben sich die Mädels vom KIT SC nicht auf und kämpften sich mehrfach bis tief in die gegnerische Spielhälfte nach vorne. Als Stürmerin Nicole Günter schließlich im Strafraum gefoult wurde, und Schiedsrichter Sven Lehmann folgerichtig auf den Elfmeterpunkt deutete, war die Nerven beim Team und den Zuschauern zum zerreißen angespannt. Doch die Fans wurden enttäuscht: Der Schuss ins rechte Eck war zu unpräzise für Torhüterin Kim Stricklan. Im weiteren Spielverlauf konnte der KIT SC nicht genug Druck aufbauen, um den Ausgleich zu erzielen, und das Spiel möglicherweise noch zu drehen. Zu allem Überfluss konnte das Team aus Viernheim die Führung in der 65. Spielminute durch ein kurioses Tor noch weiter ausbauen: Ein Eckstoß, dessen Flugbahn laut übereinstimmender Meinung der gesamten Abwehr des KIT SC zunächst außerhalb des Spielfeldes verlief, drehte sich erst spät wieder ins Feld hinein, und konnte dort von der völlig unbedrängten Natasa Troumpouki in aller Ruhe ins Tor geschoben werden. Trotz anfänglicher Verwirrung aufgrund dieser Geschehnisse fing sich das Team schnell wieder und kämpfte weiter unermüdlich um dem Anschlusstreffer, der jedoch ausbleiben sollte.

Als der Schiedsrichter die Partie schließlich abpfiff, war der Jubel bei den Gästen groß, und die Mädels vom KIT SC niedergeschlagen. Ein bitteres Ende einer fußballerisch herausragenden Hinrunde, das nun verdaut und verarbeitet werden muss.

Aufstellung:

Jana Kunz
Sandra Haas, Luisa Lechleiter, Jennifer Betz, Klara Lüdcke (75´Maike Nauert)
Sanja Gavric, Tamar Kvelidze, Nadin Markovic, Barbara Wurster (60´Lea van den Berg)
Nicole Günter, Celina Geiss

 

Zur Verstärkung waren noch Lena Salfenmoser, Sarah Becker, Stefanie Reger, Meike van Elten, Nadine Hornung und Nicole Fark dabei.

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One Passion, One Club. KIT SC.